Methodik des Kennzahlen-Rahmens · Fassung TV-1.0

Wie hier gerechnet wird

Jede Formel, jede Schwelle und jede Regel dieses Rahmens – erzeugt aus demselben Code, der sie anwendet, damit diese Seite nicht von der Umsetzung abweichen kann.

Geltungsbereich

Dieser Rahmen beschreibt, wie aus abgerufenen Daten Kennzahlen entstehen, welche Belege sie tragen und wo sie enden. Er wird auf einzelne Märkte angewandt, die diese Anwendung ohnehin führt; er ruft dafür keine zusätzlichen Quellen ab.

Er enthält keine Kauf-, Verkaufs- oder Halteempfehlung, und er ist keine Anlageberatung. Ein Modellwert ist eine Schätzung unter benannten Annahmen, ein Expositionsindex ist eine Beobachtung und keine Verlustwahrscheinlichkeit, und Vertrauen bezieht sich auf Daten und Modell, nicht auf eine Kursentwicklung.

Datenmerkmale und Merkmalspunkte der Marktlisten folgen der Methodik der Datenmerkmale (derzeit Fassung 2.7); die Expositionsindizes dieses Rahmens werden aus denselben Merkmalen gebildet. Die Belege je Dimension auf den Marktseiten (seit 28.09.2026) sind davon getrennt: Sie vergeben keine Punkte und fließen in keinen Index ein.

Einordnung und Methodenwahl

Die Bewertungsmethode folgt aus der Art des Vermögensgegenstands. Die Zuordnung steht vollständig in der folgenden Tabelle und wird an genau einer Stelle getroffen. Eine unbestimmte Art bekommt keine Methode – nicht die, die am häufigsten passt.

ArtZulässige Methoden
TOKENIZED_BONDBOND_PV
TOKENIZED_EQUITYDCF, DIVIDEND_DISCOUNT, MULTIPLES
TOKENIZED_FUNDNAV
TOKENIZED_REAL_ESTATEINCOME_APPROACH, NAV
TOKENIZED_COMMODITYCOMMODITY_REFERENCE
STABLECOINRESERVE_ANALYSIS
DEFI_TOKENDCF, MULTIPLES
GOVERNANCE_TOKENNONE
UTILITY_TOKENNONE
SYNTHETIC_ASSETNONE
OTHERNONE
UNKNOWNNONE

Rangfolge der Quellen

Jede Kennzahl nennt, woher ihr Wert kommt. Die Stufe folgt aus der Art der Quelle und wird nicht je Eintrag gepflegt, damit kein Eintrag eine Stufe behaupten kann, die seine Quelle nicht hergibt.

  1. Der Emittent selbst, ein Prospekt, ein Reservebericht, der Vertrag.
  2. Kette, Indexdienst, Protokollschnittstelle, Handelsplatz – Stellen, die den Wert selbst führen.
  3. Datenanbieter, Aggregator, Presse.
  4. In dieser Anwendung aus anderen Werten gerechnet.
  5. Herkunft nicht feststellbar – dann ist die Zahl keine Grundlage für eine Bewertung.

Wenn keine Zahl dasteht

Eine fehlende Kennzahl ist ein eigener, benannter Zustand und nie eine Null. Der Unterschied zwischen „die Quelle führt dieses Feld nicht“, „die Reihe ist zu kurz“ und „dieses Modell passt hier nicht“ ist der eigentliche Informationsgehalt.

DATA_NOT_AVAILABLE
Feld nicht verfügbar
NOT_AVAILABLE
nicht geliefert
DATA_STALE
Wert veraltet
SOURCE_UNAVAILABLE
Quelle nicht erreichbar
INSUFFICIENT_HISTORY
Historie zu kurz
INSUFFICIENT_DATA
Eingaben unvollständig
MODEL_NOT_APPLICABLE
Modell nicht anwendbar
NOT_APPLICABLE
für dieses Asset nicht definiert
INSUFFICIENT_EVIDENCE
kein Beleg
CALCULATION_FAILED
Rechnung nicht definiert
UNKNOWN
nicht geprüft
ORDERBOOK_DATA_UNAVAILABLE
kein Orderbuch
VALUATION_NOT_SUPPORTED_BY_AVAILABLE_EVIDENCE
Bewertung durch die Belege nicht getragen
SCENARIO_PROBABILITIES_NOT_CALIBRATED
Szenario-Wahrscheinlichkeiten nicht kalibriert

Formeln

Jede Kennzahl mit Definition, Formel, Eingaben, Lesart, Grenze, Herkunft der Methode und Prüfzustand. Keine Lesart sagt, ob ein Wert gut oder schlecht ist.

Prämie / Abschlag premiumDiscount

Der relative Abstand des Token-Kurses zum Referenzwert des zugrunde liegenden Vermögensgegenstands.

(tokenPrice - referenceValue) / referenceValue

Eingaben
tokenPrice, referenceValue
Lesart
Positiv heißt: der Token notiert über dem Referenzwert; negativ: darunter. Über die Ursache sagt die Zahl nichts.
Grenze
Nur so belastbar wie der Referenzwert selbst: ein täglich gestellter NAV und ein Sekundenkurs beziehen sich nicht auf denselben Zeitpunkt.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Tracking Error trackingError

Die Streuung der Abweichung zwischen Token-Rendite und Referenz-Rendite über synchronisierte Beobachtungen.

stdDev(tokenReturn_t - referenceReturn_t), Stichproben-Standardabweichung

Eingaben
tokenReturns, referenceReturns
Lesart
Niedrigere Werte heißen: die Abweichung war über den Zeitraum stabiler. Nicht: die Abweichung war kleiner.
Grenze
Verlangt hinreichend viele zeitlich zusammengeführte Beobachtungspaare. Ungleiche Zeitstempel erzeugen einen Wert, der nur so aussieht.
Herkunft
Standarddefinition der Portfoliotheorie (Standardabweichung der Renditedifferenz).
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Beta beta

Die Sensitivität der Token-Rendite gegenüber der Rendite des Referenzwerts.

cov(tokenReturns, referenceReturns) / var(referenceReturns)

Eingaben
tokenReturns, referenceReturns
Lesart
1 heißt: gleiche Amplitude über den gemessenen Zeitraum. Es ist eine Beschreibung der Vergangenheit, keine Fortschreibung.
Grenze
Verschwindet die Varianz der Referenz (konstanter Referenzwert), ist Beta nicht definiert – dann steht hier kein Wert.
Herkunft
Standarddefinition (Kovarianz durch Varianz).
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Korrelation correlation

Der Pearson-Korrelationskoeffizient zweier Renditereihen.

cov(a, b) / (stdDev(a) * stdDev(b))

Eingaben
tokenReturns, referenceReturns
Lesart
Zwischen -1 und 1. Gleichlauf ist keine Ursache.
Grenze
Empfindlich gegenüber Ausreißern und gegenüber der Wahl des Zeitraums.
Herkunft
Pearson.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Künftiges Angebot futureSupply

Das fortgeschriebene Gesamtangebot aus bekannten Emissions-, Prägungs- und Vernichtungsgrößen.

currentSupply + emissions + minting - burns

Eingaben
currentSupply, emissions, minting, burns
Lesart
Eine Fortschreibung genau der eingegebenen Größen – nicht eine Prognose.
Grenze
Ist eine der vier Größen unbekannt, entsteht kein Ergebnis. Ein fehlender Burn ist nicht 0.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Verwässerung 12 Monate dilution12m

Das erwartete zusätzliche umlaufende Angebot der nächsten zwölf Monate, bezogen auf das heutige umlaufende Angebot.

expectedNewCirculatingSupply12m / currentCirculatingSupply

Eingaben
expectedNewCirculatingSupply12m, currentCirculatingSupply
Lesart
0,2 heißt: das umlaufende Angebot wächst um ein Fünftel, wenn die Annahme eintritt.
Grenze
Trägt die Annahme, aus der `expectedNewCirculatingSupply12m` stammt – und ist ohne sie keine Zahl, sondern eine Vermutung.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Freischaltungsdruck 12 Monate unlockPressure12m

Das Volumen vertraglich freiwerdender Token der nächsten zwölf Monate, bezogen auf das umlaufende Angebot.

tokensUnlockedNext12Months / currentCirculatingSupply

Eingaben
tokensUnlockedNext12Months, currentCirculatingSupply
Lesart
Sagt, wie viel Angebot verfügbar *werden kann* – nicht, dass es verkauft wird.
Grenze
Ein Freischaltungsplan ist eine Zusage des Emittenten; ohne veröffentlichten Plan gibt es diese Zahl nicht.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Top-N-Konzentration topNConcentration

Der Anteil des umlaufenden Angebots, der auf die N größten Adressen entfällt.

sum(Bestände der N größten Halter) / circulatingSupply

Eingaben
sortedBalances, circulatingSupply, n
Lesart
Eine Aussage über Adressen. Eine Adresse ist kein Eigentümer.
Grenze
Börsen- und Verwahradressen halten fremdes Vermögen: sie erscheinen als eine Adresse und sind viele Eigentümer. Deshalb wird die rohe Adresskonzentration getrennt von der geschätzten ökonomischen geführt und nie ineinander umgerechnet.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Spread spread

Der relative Abstand zwischen bestem Geld- und Briefkurs, bezogen auf die Mitte.

(ask - bid) / ((ask + bid) / 2)

Eingaben
bid, ask
Lesart
Eine Momentaufnahme an einem Handelsplatz.
Grenze
Ohne Orderbuch nicht berechenbar und hier nicht genähert. Ein AMM hat keinen Bid/Ask im Sinne dieser Formel.
Herkunft
Marktmikrostruktur, Standarddefinition des relativen Quoted Spread.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Price Impact priceImpact

Der Abstand des tatsächlich erzielten Ausführungspreises von der Marktmitte vor der Ausführung.

(executionPrice - midPrice) / midPrice

Eingaben
executionPrice, midPrice
Lesart
Gilt für die Ordergröße, mit der er gemessen wurde – und nur für sie.
Grenze
Bei einem AMM folgt er der Poolmechanik, nicht einem Orderbuch; ohne Poolreserven und Kurvenform ist er nicht bestimmbar.
Herkunft
Marktmikrostruktur.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Realisierte Volatilität realizedVolatility

Die annualisierte Standardabweichung logarithmierter Periodenrenditen der beobachteten Reihe.

stdDev(logReturns) * sqrt(periodsPerYear)

Eingaben
series, periodsPerYear
Lesart
Beschreibt die Schwankung der gemessenen Reihe im gemessenen Zeitraum.
Grenze
Die Annualisierung unterstellt gleich lange Perioden und unabhängige Renditen. Über einer APY- oder TVL-Reihe ist das keine Kursvolatilität – was die Reihe ist, steht am Ergebnis.
Herkunft
Standarddefinition; Annualisierung über die Wurzel der Periodenzahl.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Amihud-Illiquidität amihudIlliquidity

Der durchschnittliche absolute Renditeausschlag je Einheit Handelsvolumen.

mean(|return_t| / volume_t)

Eingaben
returns, volumes
Lesart
Höhere Werte heißen: im gemessenen Zeitraum bewegte weniger Volumen den Preis stärker.
Grenze
Verlangt Volumen je Periode in derselben Einheit. Perioden mit Volumen 0 werden übersprungen, nicht als 0 gezählt.
Herkunft
Amihud (2002), Illiquidity and stock returns.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Volumen zu Liquidität volumeToLiquidity

Handelsvolumen einer Periode, bezogen auf die zur Verfügung stehende Liquidität derselben Bezugsgröße.

volume / liquidity

Eingaben
volume, liquidity
Lesart
Ein Umschlagsmaß. Es sagt nicht, zu welchem Preis umgeschlagen wurde.
Grenze
TVL ist nicht Liquidität: gesperrtes Kapital ist nicht handelbares Kapital. Welche Bezugsgröße eingesetzt wurde, steht am Ergebnis.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Einfacher gleitender Durchschnitt (SMA) sma

Der arithmetische Mittelwert der letzten `period` Beobachtungen.

mean(series[t-period+1 .. t])

Eingaben
series, period
Lesart
Glättet die Reihe; er läuft ihr um etwa die halbe Fensterlänge nach.
Grenze
Braucht `period` Beobachtungen. Mit weniger entsteht kein Wert, kein kürzerer Durchschnitt.
Herkunft
Standarddefinition.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Exponentiell gleitender Durchschnitt (EMA) ema

Ein gewichteter Durchschnitt, dessen Gewichte geometrisch abnehmen; gestartet mit dem SMA des ersten vollen Fensters.

alpha = 2 / (period + 1); ema_t = alpha * x_t + (1 - alpha) * ema_{t-1}; Startwert = SMA der ersten `period` Werte

Eingaben
series, period
Lesart
Reagiert schneller als der SMA derselben Länge.
Grenze
Der Startwert beeinflusst die ersten Werte; deshalb ist die Startregel Teil der Formel und nicht dem Aufrufer überlassen.
Herkunft
Standarddefinition mit SMA-Seed.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Relative-Stärke-Index (RSI) rsi

Das über `period` geglättete Verhältnis von Aufwärts- zu Abwärtsbewegungen, auf 0–100 abgebildet.

Wilder-Glättung der Gewinne/Verluste über `period`; RSI = 100 - 100 / (1 + avgGain / avgLoss)

Eingaben
series, period
Lesart
Beschreibt, wie einseitig die Bewegungen im Fenster waren.
Grenze
Keine Schwelle ist hier als Signal hinterlegt: „70/30“ ist Konvention, keine Eigenschaft der Kennzahl. Ohne Abwärtsbewegung im Fenster ist der Wert 100 und sagt nur das.
Herkunft
Wilder (1978), New Concepts in Technical Trading Systems.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

MACD macd

Der Abstand zweier EMAs unterschiedlicher Länge, dazu dessen eigener EMA und die Differenz beider.

macd = EMA(fast) - EMA(slow); signal = EMA(macd, signalPeriod); histogram = macd - signal

Eingaben
series, fastPeriod, slowPeriod, signalPeriod
Lesart
Beschreibt, ob der kürzere Durchschnitt über oder unter dem längeren liegt und ob sich das ändert.
Grenze
In den Einheiten der Reihe, also nicht zwischen Assets vergleichbar. Ein Vorzeichenwechsel ist hier kein Signal, sondern ein Vorzeichenwechsel.
Herkunft
Appel; Standardparameter 12/26/9 nur als Voreinstellung, nicht als Empfehlung.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Rate of Change (ROC) roc

Die relative Veränderung über `period` Perioden.

(x_t - x_{t-period}) / x_{t-period}

Eingaben
series, period
Lesart
Eine Differenz zweier Zeitpunkte – was dazwischen lag, ist darin nicht enthalten.
Grenze
Bei einem Bezugswert von 0 nicht definiert.
Herkunft
Standarddefinition.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Average True Range (ATR) atr

Der über `period` geglättete durchschnittliche wahre Handelsbereich je Periode.

TR_t = max(high-low, |high-prevClose|, |low-prevClose|); ATR = Wilder-Durchschnitt von TR über `period`

Eingaben
bars, period
Lesart
In den Einheiten der Reihe. Eine Schwankungsbreite, keine Richtung.
Grenze
Verlangt Hoch, Tief und Schluss je Periode. Über einer Reihe, die nur Schlusswerte hat, ist ATR nicht berechenbar und wird hier nicht ersatzweise aus Schlusskursdifferenzen gebildet.
Herkunft
Wilder (1978).
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Bollinger-Bänder bollingerBands

Ein gleitender Durchschnitt mit einem Band im Abstand von k Standardabweichungen des gleichen Fensters.

middle = SMA(period); upper = middle + k * stdDev(window); lower = middle - k * stdDev(window)

Eingaben
series, period, k
Lesart
Die Bandbreite beschreibt die Streuung im Fenster.
Grenze
k = 2 deckt bei normalverteilten Renditen etwa 95 % ab – Renditen sind selten normalverteilt.
Herkunft
Bollinger.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

ADX adx

Ein Maß für die Gerichtetheit der Bewegung, unabhängig von ihrer Richtung.

+DM/-DM über `period` (Wilder), DX = 100 * |(+DI) - (-DI)| / ((+DI) + (-DI)), ADX = Wilder-Durchschnitt von DX

Eingaben
bars, period
Lesart
Höher heißt: die Bewegung verlief gerichteter. Es sagt nicht, in welche Richtung.
Grenze
Verlangt Hoch, Tief und Schluss je Periode und mindestens 2 × `period` Perioden. Die Schwelle 25 ist Konvention, hier keine Regel.
Herkunft
Wilder (1978).
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Marktstruktur marketStructure

Die Folge der letzten Wendepunkte: höheres Hoch, höheres Tief, tieferes Hoch, tieferes Tief.

Hoch-/Tiefpunkte über ein Fraktal aus `lookback` Balken; die jeweils letzten zwei vergleichen

Eingaben
series, lookback
Lesart
Eine Beschreibung der zurückliegenden Wendepunkte.
Grenze
Ein Wendepunkt ist erst `lookback` Perioden später bestätigt – die jüngste Bewegung fehlt darin zwangsläufig. Das ist keine Vorhersage.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Marktregime marketRegime

Eine beschreibende Einordnung der Reihe in einen von neun Zuständen, nach einer vollständig hinterlegten Regeltabelle.

Regeltabelle über ADX / realisierte Volatilität gegenüber ihrem eigenen Median / Ausbruch aus dem `lookback`-Extrem – die Regeln stehen unten im Abschnitt „Marktregime“

Eingaben
technical, liquidity
Lesart
Ein Zustand ist eine Beschreibung. Keiner der neun ist gut oder schlecht.
Grenze
Die Regeln sind Konvention, nicht empirisch kalibriert; reichen die Eingaben nicht, ist der Zustand INSUFFICIENT_DATA und nicht der plausibelste.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Barwert einer Anleihe bondPresentValue

Der mit der Rendite diskontierte Barwert der Kuponzahlungen und der Rückzahlung.

PV = sum_t CF_t / (1 + y)^t + FV / (1 + y)^n

Eingaben
cashflows, faceValue, yield, periods
Lesart
Der Wert, der sich aus genau diesen Zahlungen und genau dieser Diskontierungsrate ergibt.
Grenze
Unterstellt, dass die Zahlungen wie vereinbart erfolgen. Ausfall, Kündigungsrechte und Steuern sind darin nicht enthalten.
Herkunft
Standard-Barwertformel.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Macaulay-Duration macaulayDuration

Die barwertgewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Zahlungen.

sum_t (t * PV(CF_t)) / PV

Eingaben
cashflows, faceValue, yield, periods
Lesart
In Perioden derselben Einheit wie die Zahlungsreihe.
Grenze
Gilt für eine flache Zinsstruktur und kleine Zinsänderungen.
Herkunft
Macaulay.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Modifizierte Duration modifiedDuration

Die näherungsweise relative Barwertänderung bei einer Renditeänderung von einem Prozentpunkt.

macaulayDuration / (1 + yieldPerPeriod)

Eingaben
macaulayDuration, yieldPerPeriod
Lesart
Eine erste Ableitung – für kleine Änderungen.
Grenze
Bei großen Renditeänderungen fehlt die Konvexität, der Wert unterschätzt dann die Änderung.
Herkunft
Standarddefinition.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Nettoinventarwert (NAV) nav

Vermögen abzüglich Verbindlichkeiten, und derselbe Wert je ausstehendem Token.

NAV = assets - liabilities; NAVPerToken = NAV / tokensOutstanding

Eingaben
assets, liabilities, tokensOutstanding
Lesart
Ein Stichtagswert. Er gilt zum Bewertungszeitpunkt des Fonds, nicht laufend.
Grenze
So belastbar wie die Bewertung der Aktiva. Illiquide Aktiva werden gestellt, nicht gehandelt.
Herkunft
Standarddefinition des Fondsrechnungswesens.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Ertragswert (Income Approach) capRateValue

Der Wert einer Immobilie aus ihrem Netto-Betriebsergebnis und einer Kapitalisierungsrate.

propertyValue = NOI / capitalizationRate

Eingaben
noi, capRate
Lesart
Der Wert, der sich aus genau diesem NOI und genau dieser Rate ergibt.
Grenze
Reagiert sehr empfindlich auf die Kapitalisierungsrate; diese stammt aus Vergleichstransaktionen, nicht aus dem Objekt selbst.
Herkunft
Income approach der Immobilienbewertung.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Netto-Betriebsergebnis (NOI) noi

Mieteinnahmen abzüglich Betriebskosten, vor Finanzierung und Steuern.

rentalIncome - operatingExpenses

Eingaben
rentalIncome, operatingExpenses
Lesart
Das Ergebnis des Objekts selbst, unabhängig von seiner Finanzierung.
Grenze
Enthält keinen Investitionsaufwand und keinen Leerstandsansatz, wenn er nicht in den Betriebskosten steht.
Herkunft
Standarddefinition.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Discounted Cashflow (DCF) dcf

Der Barwert erwarteter Zahlungsströme samt Endwert nach dem Gordon-Wachstumsmodell.

PV = sum_t CF_t / (1 + r)^t + terminalValue / (1 + r)^n, terminalValue = CF_n * (1 + g) / (r - g)

Eingaben
cashflows, discountRate, terminalGrowth
Lesart
Der Wert, der aus genau diesen Zahlungsströmen und genau dieser Diskontierungsrate folgt.
Grenze
Der Endwert dominiert das Ergebnis meist. Er ist nur definiert, solange die Diskontierungsrate über der Wachstumsrate liegt – sonst entsteht hier kein Wert, keine große Zahl.
Herkunft
Standard-DCF mit Gordon-Endwert.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Dividendendiskontierung dividendDiscount

Der Barwert einer mit konstanter Rate wachsenden Ausschüttung.

value = dividendPerShare * (1 + g) / (r - g)

Eingaben
dividendPerShare, growthRate, discountRate
Lesart
Gilt für eine dauerhaft gezahlte, konstant wachsende Ausschüttung.
Grenze
Ohne Ausschüttung nicht anwendbar; nicht definiert für r ≤ g.
Herkunft
Gordon-Wachstumsmodell.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Multiplikator multiple

Das Verhältnis eines Preises oder Unternehmenswerts zu einer Bezugsgröße.

multiple = value / metric (P/E, P/B, EV/EBITDA, EV/Revenue)

Eingaben
value, metric
Lesart
Nur gegen Vergleichswerte lesbar, die auf derselben Bezugsgröße beruhen.
Grenze
Bei negativer oder null Bezugsgröße ohne Aussage – dann entsteht hier kein Wert.
Herkunft
Standarddefinition.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Deckungsquote reserveRatio

Der Wert der ausgewiesenen Reserven, bezogen auf die ausstehenden Verbindlichkeiten.

reserveValue / liabilitiesOutstanding

Eingaben
reserveValue, liabilitiesOutstanding
Lesart
1,0 heißt: die berichteten Reserven entsprechen den ausstehenden Ansprüchen.
Grenze
Eine Aussage über einen Bericht, nicht über die Reserve. Zusammensetzung, Laufzeitenstruktur und Rücknahmefähigkeit stehen daneben und werden nicht in diese Zahl gefaltet.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Liquide Deckungsquote liquidReserveRatio

Der kurzfristig veräußerbare Teil der Reserven, bezogen auf die ausstehenden Verbindlichkeiten.

liquidReserveValue / liabilitiesOutstanding

Eingaben
liquidReserveValue, liabilitiesOutstanding
Lesart
Sagt, welcher Teil der Ansprüche aus liquiden Mitteln bedient werden könnte.
Grenze
Was als liquide gilt, bestimmt der Berichtende; ohne Aufschlüsselung ist die Zahl nicht nachprüfbar.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Laufzeiteninkongruenz maturityMismatch

Der Abstand zwischen der mittleren Restlaufzeit der Reserven und der zugesagten Rücknahmefrist.

weightedAverageReserveMaturityDays - redemptionSettlementDays

Eingaben
weightedAverageReserveMaturityDays, redemptionSettlementDays
Lesart
Positiv heißt: die Reserven laufen länger als die Frist, in der Ansprüche bedient werden sollen.
Grenze
Sagt nichts darüber, ob die Reserven vor Endfälligkeit veräußerbar wären.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Ökonomische Vereinnahmungsquote economicCaptureRatio

Der Anteil des vom Protokoll erwirtschafteten wirtschaftlichen Werts, der Tokeninhabern zufließt.

tokenholderEconomicValue / protocolEconomicValue

Eingaben
tokenholderEconomicValue, protocolEconomicValue
Lesart
0 heißt: aus den hinterlegten Mechanismen fließt Tokeninhabern nichts zu.
Grenze
Verlangt einen belegten Mechanismus – Ausschüttung, Rückkauf, Verbrennung, Staking-Ertrag. Aus dem Besitz eines Governance Tokens allein folgt kein wirtschaftlicher Anspruch, und dieser Rahmen leitet auch keinen daraus ab.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Exposure Index exposureIndex

Die je Dimension beobachteten Merkmalspunkte, auf 0–100 normiert.

100 * observedPoints / maxPoints, je Dimension – die Merkmale stehen unten im Abschnitt „Exposition je Dimension“

Eingaben
riskDimensions
Lesart
Eine Angabe darüber, wie viele der für diese Dimension überhaupt prüfbaren Merkmale ausgelöst haben. 100 heißt: alle prüfbaren Merkmale haben ausgelöst.
Grenze
Keine Verlustwahrscheinlichkeit, keine Klasse, keine Ampel. Dimensionen ohne Signal in dieser Anwendung bleiben NOT_ASSESSED und werden nicht 0 – 0 hieße „geprüft, nichts gefunden“.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Oracle-Abhängigkeitsgrad oracleDependencyLevel

Ein Maß dafür, wie stark eine Funktion von einer Preisquelle abhängt, aus Quellenzahl, Rückfallebene und Kritikalität.

dokumentierte Regeltabelle über sourceCount, vorhandenen Rückfallmechanismus und Kritikalität – die Tabelle steht unten im Abschnitt „Abhängigkeit von der Preisquelle“

Eingaben
oracleProfile
Lesart
Ein Abhängigkeitsmaß. Es sagt nicht, dass ein Schaden eintritt.
Grenze
Verlangt eine belegte Oracle-Konfiguration; ohne sie entsteht kein Wert.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Datenqualität dataQualityScore

Der Mittelwert der vorhandenen Qualitätskomponenten, jede für sich auf 0–100.

Mittelwert der verfügbaren Komponenten (freshness, completeness, consistency, sourceAuthority, crossSourceAgreement, historicalCoverage), jeweils 0–100

Eingaben
components
Lesart
Eine Aussage über die Daten, nicht über das Asset.
Grenze
Keine Wahrscheinlichkeit. Fehlende Komponenten werden übersprungen, nicht als 0 gemittelt – welche fehlten, steht am Ergebnis.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Modellvertrauen modelConfidence

Wie gut die Datenlage und die Modellprüfung eine Aussage tragen, auf 0–100.

Mittelwert der verfügbaren Eingaben (dataCompleteness, sourceQuality, freshness, crossValidation, historicalCoverage, modelValidation), jeweils 0–100

Eingaben
inputs
Lesart
Vertrauen in Daten und Modell – unabhängig davon, was das Modell ausrechnet. Ein hoher Wert bei einer niedrigen Bewertung ist kein Widerspruch.
Grenze
Keine Wahrscheinlichkeit einer Kursbewegung und keine erwartete Rendite. `modelValidation` bleibt 0, solange kein Backtest-Lauf vorliegt – das drückt den Wert, und genau das ist gemeint.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Divergenz divergence

Der Abstand der standardisierten On-Chain-Entwicklung von der standardisierten Preisentwicklung.

zOnchain - zPrice, wobei z = (x - mean(history)) / stdDev(history)

Eingaben
onchainGrowth, priceGrowth, history
Lesart
Eine Beobachtung: die beiden Reihen haben sich im gemessenen Zeitraum unterschiedlich weit von ihrem eigenen Mittel entfernt.
Grenze
Kein Kauf-, Verkaufs- oder Trendsignal. Beide z-Werte beziehen sich auf die eigene Historie der jeweiligen Reihe, nicht auf einen Markt.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Modellwert-Bandbreite fairValueRange

Drei Modellergebnisse desselben Modells unter drei ausdrücklich angegebenen Eingabesätzen.

bear / base / bull, jeweils die Ausgabe desselben Modells unter eigenen, ausdrücklichen Szenario-Eingaben

Eingaben
scenarios
Lesart
Eine Modellschätzung, kein objektiv bewiesener Wert. Die Bandbreite zeigt die Spanne der *Eingaben*, nicht die Spanne möglicher Kurse.
Grenze
Ohne kalibrierte Wahrscheinlichkeiten ist kein Szenario wahrscheinlicher als ein anderes, und die Mitte ist nicht der Erwartungswert.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Bewertungsbrücke valuationBridge

Der Weg vom Wert des Basiswerts zum indikativen Modellwert, Schritt für Schritt.

indicativeValue = underlyingValue + sum(adjustments), jede Anpassung mit Vorzeichen und Quelle

Eingaben
underlyingValue, adjustments
Lesart
Jeder Schritt nennt Wert, Einheit, Quelle, Formel, Begründung und Methodenversion.
Grenze
Die Schritte sind additiv angesetzt; wo eine Anpassung multiplikativ wirkt, ist das an der Anpassung vermerkt.
Herkunft
Definition dieses Hauses, aus den Eingangsgrößen dieser Anwendung gebildet.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Brier-Score brierScore

Der mittlere quadratische Abstand zwischen Wahrscheinlichkeitsprognose und eingetretenem Ergebnis.

mean((forecast_i - outcome_i)^2), outcome aus {0,1}

Eingaben
forecasts, outcomes
Lesart
Niedriger heißt: die Prognosen lagen näher an den Ergebnissen. 0,25 ist der Wert einer konstanten 50-%-Prognose.
Grenze
Verlangt echte Wahrscheinlichkeiten und binäre Ergebnisse. Ein Exposure Index ist keine Wahrscheinlichkeit und darf hier nicht eingesetzt werden.
Herkunft
Brier (1950).
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Intervallabdeckung intervalCoverage

Der Anteil der Beobachtungen, die im vorhergesagten Intervall lagen.

count(lower_i <= actual_i <= upper_i) / n

Eingaben
intervals, actuals
Lesart
Ein 80-%-Intervall sollte etwa 80 % der Beobachtungen enthalten; weniger heißt zu eng, mehr zu weit.
Grenze
Bei kleinem n ist der Wert selbst stark streuend.
Herkunft
Standarddefinition der Prognosebewertung.
Zustand
EXPERIMENTAL · TV-1.0

Exposition je Dimension

Zwölf getrennte Dimensionen, jede als Index von 0 bis 100: wie viele der in ihr überhaupt prüfbaren Merkmale ausgelöst haben. Die Merkmale selbst stammen aus derselben Auswertung, die der Markt-Explorer verwendet – es gibt keinen zweiten Weg von einer Marktzeile zu einem Risikowert.

Keine Verlustwahrscheinlichkeit, keine Einstufung, keine Ampelfarbe und keine Gesamtzahl. Eine Dimension ohne Signal bleibt ungeprüft und wird nicht null: null hieße „geprüft, nichts gefunden“.

DimensionHerkunft des SignalsWas der Index nicht abdeckt
TechnologieprotocolAus einer Protokoll-Allowlist abgeleitet (Betriebsdauer als Näherung), nicht aus einer Prüfung der Technik.
Smart Contractkein SignalKein Audit-Feld im Index. Audit-Verweise laut DeFiLlama stehen seit 28.09.2026 auf der Marktseite unter „Belege zu den Dimensionen“; sie fließen nicht in den Index ein. Eine Allowlist ist kein Code-Audit.
Oraclekein SignalDer Oracle-Anbieter laut DeFiLlama steht, soweit gemeldet, als Beleg auf der Marktseite; Aktualisierungstakt, Rückfallebene und Änderungsrechte liegen nicht vor. Der Beleg fließt nicht in den Index ein.
LiquiditätliquidityAus Schwellen des gebundenen Kapitals abgeleitet. Gebundenes Kapital ist keine handelbare Liquidität; Orderbuchtiefe liegt nicht vor.
Gegenparteikein SignalFür tokenisierte RWA mit zugeordneter Kennung stehen Registerangaben (GLEIF, SEC EDGAR) und redaktionell erfasste Emittentenangaben als Beleg auf der Marktseite; sie fließen nicht in den Index ein. Verwahr- und Vertragsdaten liegen nicht vor.
TokenökonomiemarketNur der Anreizanteil an der Rendite. Angebot, Freischaltungen und Zuteilungen liegen nicht vor.
Governancekein SignalDie Governance-Plattform laut DeFiLlama steht, soweit gemeldet, als Beleg auf der Marktseite; Stimmrechtsverteilung, Quorum und Timelock liegen nicht vor. Der Beleg fließt nicht in den Index ein.
Abhängigkeitenkein SignalAbhängigkeiten werden nicht aus den Marktdaten erschlossen.
MarktstrukturmarketAus Stablecoin-Kennzeichen, Risikoprofil des Bestands und Anreizanteil abgeleitet – keine Orderbuch- oder Spread-Daten.
Rechtliche Strukturkein SignalDiese Anwendung trifft keine rechtliche Einordnung.
Betriebkein SignalEreignismarken laut DeFiLlama (etwa gemeldete Vorfälle) stehen als Beleg auf der Marktseite; SKN3X.COM prüft sie nicht, und sie fließen nicht in den Index ein. Weitere Betriebsdaten liegen nicht vor.
DatendataQualityAus dem Ausreißer-Kennzeichen und der Feldvollständigkeit der Zeile abgeleitet.

Wie diese Indizes zu den Dimensionen der Marktseiten und des Analyse-Frameworks gehören →

Marktregime

Eine beschreibende Einordnung der Zeitreihe in einen von neun Zuständen. Die Regeln werden in dieser Reihenfolge geprüft, weil sich die Bedingungen überschneiden; ohne feste Reihenfolge hinge das Ergebnis davon ab, wer sie prüft. Kein Zustand ist gut oder schlecht.

  1. Wurde im Zeitraum kaum gehandelt (Volumen zu Liquidität unter 0,01), beschreibt das den Zustand am besten – diese Regel kommt vor allen anderen.
  2. Ein bestätigtes Verlassen der Spanne des Rückblickfensters, nach oben oder nach unten.
  3. Gerichtete Bewegung ab einem Richtungsmaß von 25, wobei die Richtung aus der Struktur der Wendepunkte kommt und nicht aus dem richtungslosen Maß selbst.
  4. Schwankung über 1,5-fachem oder unter 0,5-fachem Median der Vergleichsgrundgesamtheit.
  5. Sonst eine Spanne – aber nur, wenn Richtungsmaß und Schwankung beide vorlagen, damit „Spanne“ nicht ein anderer Name für „nichts gemessen“ wird.
  6. Sonst: die Eingaben reichen für keine Regel. Dieser Zustand wird nicht durch den plausibelsten ersetzt.

Die Schwellen sind Konventionen und nicht empirisch kalibriert.

Befunde zu Vertragseigenschaften

Jeder Befund folgt einer hinterlegten Regel, und die Einstufung folgt einer einzigen Überlegung: wie weit reicht die Fähigkeit, und ist sie an eine Verzögerung oder ein Mehraugenprinzip gebunden? Bewertet wird eine Fähigkeit, nicht eine Absicht.

RegelEinstufungAusgelöst, wenn
CR-01-mint-authorityCRITICALeine Adresse kann neue Token prägen
CR-02-blacklistCRITICALder Contract kann Übertragungen einzelner Adressen sperren
CR-03-freezeHIGHder Contract kann Bestände einfrieren
CR-04-upgradeableHIGHdie Implementierung kann ersetzt werden
CR-05-burn-authorityHIGHeine Adresse kann Token vernichten, die sie nicht hält
CR-06-pauseMEDIUMder Contract kann Übertragungen anhalten
CR-07-proxyINFOder Token wird über einen Proxy ausgeliefert

Eine Eigenschaft, die nicht feststellbar war, erzeugt keinen Befund und keine Entlastung: sie wird als ungeprüft ausgewiesen. Eine gebundene Fähigkeit wird um eine Stufe niedriger eingeordnet, aber nie zur bloßen Feststellung – eine gebundene Fähigkeit bleibt eine Fähigkeit.

Abhängigkeit von der Preisquelle

Die Beiträge addieren sich zu einem Abhängigkeitsgrad von höchstens 100. Fehlt eine der drei tragenden Angaben – Quellenzahl, Rückfallebene, Maßgeblichkeit –, entsteht kein Grad: ein Wert aus halben Angaben wird später als geprüft gelesen.

Modellvertrauen

Der Mittelwert der bestimmbaren Eingaben: Vollständigkeit der Felder, Stufe der Quellen, Aktualität, Übereinstimmung unabhängiger Quellen, Länge der Historie und Out-of-Sample-Prüfung des Modells. Nicht bestimmbare Eingaben fließen nicht als Null ein, sondern werden als nicht bestimmbar ausgewiesen.

Unabhängig von Modellwert und Expositionsindex: beides ist keine Eingabe dieser Rechnung. Ein hohes Vertrauen neben einem niedrigen Modellwert ist deshalb kein Widerspruch.

Solange kein Out-of-Sample-Lauf für ein Modell hinterlegt ist, ist diese Eingabe nicht bestimmbar und drückt das Vertrauen. Das ist beabsichtigt: kein Modell dieses Rahmens gilt heute als geprüft.

Szenarien und Simulation

Drei Szenarien, jedes mit ausdrücklich genannten Eingaben. Wahrscheinlichkeiten werden nicht erfunden: ohne empirische Kalibrierung steht keine, und ein Erwartungswert lässt sich dann nicht bilden. Drei identische Eingabesätze ergeben keine Bandbreite, sondern dreimal dasselbe Ergebnis.

Eine Simulation läuft nur mit Eingangsverteilungen, deren Herkunft belegt ist, und sie ist reproduzierbar: Startwert, Läufezahl, Verteilungen und angenommene Zusammenhänge werden mit dem Ergebnis ausgewiesen. Liefert mehr als ein Zehntel der Durchläufe kein Ergebnis, entsteht keine Verteilung – die überlebenden Durchläufe sind nicht die Verteilung des Modells.

Prüfung der Modelle

Die Prüfinfrastruktur steht: wachsende und wandernde Zeitfenster, ein Trainingsdatensatz, der am Entscheidungszeitpunkt abgeschnitten wird, und eine Prüfung, die jeden Punkt findet, der die Grenze trotzdem überschritten hat. Ein Lauf gilt nur als Nachweis, wenn er keine Verstöße enthält, mindestens ein Auswertungsfenster hat, genügend Paare aus Prognose und Ergebnis trägt und unter der aktuellen Methodenfassung entstand.

Punktprognosen werden über mittleren absoluten Fehler, Wurzel des mittleren quadratischen Fehlers, medianen absoluten Fehler und Intervallabdeckung bewertet; Wahrscheinlichkeitsprognosen über Genauigkeit, Trefferquote, Fläche unter der Genauigkeits-Trefferquoten-Kurve, Brier-Score und Kalibrierung. Beide Familien bleiben getrennt, und ein Index ist keine Wahrscheinlichkeit. Jedes Modell wird gegen die naive Fortschreibung verglichen.

Wie lange ein Wert gilt

Je Datenart eine eigene Frist, nach der ein abgerufener Wert als veraltet ausgewiesen wird. Ereignisgesteuert heißt: der Wert veraltet nicht mit der Zeit, sondern mit einer Änderung – eine Vertragsarchitektur nach zwei Stunden als veraltet zu markieren würde Aufmerksamkeit dort verbrauchen, wo sich nichts geändert hat.

MARKET_PRICE
5 Minuten
MARKET_STRUCTURE
1 Stunde
ONCHAIN
6 Stunden
TOKENOMICS
168 Stunden
FUNDAMENTAL
720 Stunden
LEGAL
ereignisgesteuert
CONTRACT_ARCHITECTURE
ereignisgesteuert

Was dieser Rahmen heute nicht kann

Fassungen und Änderungen

Jede Änderung an einem Modell, einer Formel, einer Gewichtung, einer Schwelle, einer Datenquelle oder einer Einordnung wird mit Datum, Verantwortlichem, alter und neuer Angabe, Begründung und Fassung festgehalten.

Das Verzeichnis beginnt an dem Tag, an dem es eingeführt wurde. Davor steht hier bewusst nichts: eine nachträglich zusammengestellte Liste wäre eine Behauptung über eine Vergangenheit, die niemand geprüft hat.

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